Workspace ONE On-Premises endet am 30. April 2027
Sie betreiben Workspace ONE UEM auf eigenen Servern. Dann haben Sie ein festes Datum: Am 30. April 2027 endet der Support für die On-Premises-Fassung. Version 2410 ist die letzte. Danach liefert der Hersteller weder Updates noch Support. Sie müssen also umziehen, und das Ziel entscheidet, ob jedes Gerät neu registriert werden muss.
Was Omnissa angekündigt hat
Omnissa hat das Ende in seiner Wissensdatenbank festgelegt. Über Version 2410 heißt es dort: „This version, released in April 2025, will reach its end of support on April 30, 2027.“ Quelle: Workspace ONE UEM on-premises End of Support, Omnissa Knowledge Base, Artikel 6000887.
Neue Installationen im eigenen Rechenzentrum sind schon heute die Ausnahme. In der Referenzarchitektur steht: „New on-premises deployments of Workspace ONE UEM are by exception only and require the engagement of Professional Services.“ Quelle: Workspace ONE UEM architecture, Omnissa Tech Zone.
Drei Wege in die Cloud
Omnissa bietet drei Ziele an. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob Sie sich einen Mandanten mit anderen Kunden teilen. Die Übersicht folgt der Darstellung des Omnissa-Partners SVA: End of Support für Workspace ONE UEM On-Premises: Migration in die Cloud jetzt planen.
| Weg | Mandant | Geräte neu registrieren |
|---|---|---|
| Shared SaaS | geteilt | ja |
| Preferred SaaS | eigener | nein |
| Omnissa Sovereign Solution | eigener, betrieben von GEMA | nein |
Shared SaaS ist der günstigste Weg. Preferred SaaS kostet mehr und übernimmt dafür den Bestand. Die Sovereign Solution betreibt der Dienstleister GEMA in Deutschland und Österreich. Omnissa hat sie im Oktober 2025 vorgestellt: Omnissa and GEMA Partner to Empower Organizations With a Modern Digital Sovereignty Solution, Business Wire, 8. Oktober 2025.
Was eine Neuregistrierung kostet
Die Lizenz ist schnell verhandelt, den Aufwand machen die Geräte. Muss jedes Gerät neu registriert werden, rechnen Sie pro Gerät: zurücksetzen, neu einrichten, Daten und Apps zurückholen. Bei einigen hundert Smartphones und Tablets ist das der größte Posten im Projekt.
Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Geräte eine Neuregistrierung vertragen. Ein Lagerscanner im Schichtbetrieb verträgt sie schlechter als ein Diensthandy im Büro. Erst danach lohnt der Preisvergleich zwischen geteiltem und eigenem Mandanten.
Es gibt einen vierten Weg: den Wechsel zu einem anderen Hersteller. Auch er heißt, jedes Gerät neu zu registrieren. Wer ohnehin neu registrieren muss, kann den Hersteller deshalb ohne Mehraufwand bei den Geräten mit auf den Prüfstand stellen.
Was bis dahin zu tun ist
- Versionsstand prüfen: Ein Server unter 2410 braucht vor jedem Umzugsweg zuerst das Update auf die letzte unterstützte Version.
- Bestand nach Gerätegruppen zählen und je Gruppe festhalten, ob eine Neuregistrierung tragbar ist.
- Abhängigkeiten auflisten: Anbindungen an Verzeichnisdienst, Mail, Zertifikate und Tunnel laufen nach dem Umzug gegen neue Adressen.
- Den Weg wählen und vom 30. April 2027 rückwärts planen: Testgruppe, Pilot, Rollout, Abschaltung des alten Servers.
Ein Rollout über mehrere hundert Geräte zieht sich über Monate, weil jede Gruppe ihren eigenen Termin braucht. Ein Start im Frühjahr 2027 lässt dafür kaum Luft.
Über den Autor
Timon Plugge ist SOTI MobiControl Solutions Architect und betreut mit SurIT Geräteverwaltung für Android, Apple und Windows.
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